Spaß für alleeeee: „Mit Papa im Zoo“ von Coralie Saudo

„Wann sind wir dahaaa? Wie lange noooch? Ich muss mal Pipiii!“ Wer kennt das nicht, wenn die lieben Kleinen auf dem Rücksitz vor Langeweile anfangen zu maulen. Das kommt nicht nur im Auto vor. Was passiert aber bitteschön, wenn Papa mal ungeduldig ist und sonntagsmorgens uuuuuunbedingt in den Zoo möchte und gar nicht mehr aufhört zu quengeln? So ergeht es im Buch einem kleinen Jungen. Kaum ist er aufgestanden, will Papa auch schon los in den Zoo. Am Eingang des Zoos kann Papa es dann gar nicht abwarten – er kann einfach nicht stillstehen. Im Zoo selbst bleibt der kleine Junge dann auch nicht vor Wutausbrüchen verschont, beispielsweise dann, wenn Papa unbediiiiiingt jetzt und hier und gleich und sofort ein Eis möchte. Auch der Souvenirladen fordert dem Jungen eine große Portion Geduld ab. Und zu guter Letzt büchst Papa auch noch aus… Weiterlesen

Problemchen am Pol: „Paule Pinguin allein am Pol“ von Jory John

Pinguin Paule hat mal wieder keinen guten Tag: Ihm ist kalt, er hat Hunger, er möchte seine Ruhe haben und zu guter letzt ärgert er sich gewaltig, dass Pinguine einfach nicht fliegen können. Niemand kann es ihm recht machen und – noch schlimmer! – niemand interessiert sich für sein Gezeter. Da muss das Walross einschreiten… Weiterlesen

Hinter dem Wald wartet das Ende vom Tellerrand: „Borst vom Forst“ von Yvonne Hergane

Der kleine Frischling Borst aus dem Forst ist nicht wie seine anderen Wildschwein-Geschwister. Er tanzt häufiger mal aus der Reihe und verliert beim Waldspaziergang so manches Mal den Anschluss an seine Familie. Eines Tages stößt er im Wald auf etwas Ungewöhnliches, das er noch nie zuvor im Forst gesehen hat: Es ist eckig und scharf und verströmt einen Hauch von Abenteuer. Es ist ein Schneckenhaus, aus dem ihm eine Stimme zuraunt, dass es unbedingt wieder nach Hause möchte. Dieses Ding ist so anders als Borst, so warm und nicht kalt und so weit statt eng. Für Borst ist ganz klar, dass er die Herkunft dieses Dings unbedingt herausfinden muss. So macht er sich auf den Weg nach „Gegenteil“. Auf seinem Weg erklärt ihm eine Möwe, dass er dazu unbedingt zum Meer gehen muss. Und plötzlich kennt Borst ganz genau sein Ziel: das „Mehr“… Weiterlesen

Finde deine eigene Tür: „Luftigruß“ von Maja Kastelic

Ein Bilderbuch (fast) ohne Text? Kann das gehen? Ja! Hier sogar unglaublich gut!

Ein Junge wird von einem kleinen Papierflieger aus dem Haus gelockt und läuft ihm staunend hinterher. Er kommt an verlassenen Häusern vorbei und muss durch dunkle Gassen gehen. Plötzlich öffnet sich eine Tür, hinter der Licht brennt. Eine Katze steckt ihren Kopf heraus und wie von selbst versteht der Junge, dass er ihr durch das Haus folgen soll. Dabei entdeckt er wie bei einer Schnitzeljagd Kinderzeichnungen, die ihm den Weg durch die verwinkelten Flure und verlassenen Räume weisen. Schließlich erklimmt er einen hell erleuchteten Dachboden, auf dem er auf ein kleines Mädchen trifft, das unermüdlich und mit einem Lächeln auf dem Gesicht viele weitere Papierflieger bastelt… Weiterlesen

Sich an kleinen Dingen erfreuen: „Ausnahmsweise“ von Ingrid Sissung

Kennt ihr noch das Gefühl, wenn euch als Kind ein Erwachsener gesagt hat: „Auuuusnahmsweise darfst du heute…“? Ich habe damals die Ohren gespitzt, Kribbeln im Bauch bekommen und wahrscheinlich laut „Jaaa!“ gerufen. Dabei war es mir glaube ich ganz egal, was ich nun ausnahmsweise mal durfte. Es war eben einfach ein „ausnahmsweise“ – und das reichte mir vollkommen.

Bei Florentine ist es ähnlich. Sie freut sich sehr, denn es steht ein Wochenende bei ihrer Patentante Martina und deren Freund Holger vor der Tür. Das Besondere an den Wochenenden bei ihnen ist, dass Florentine dort lauter Sachen machen darf, die sie zu Hause lieber nicht tun soll: Dem Briefträger die Tür öffnen, in die Badewanne hüpfen anstatt nur zu duschen oder so viel Nachtisch essen wie sie möchte. Leider hat alles Schöne und Aufregende mal sein Ende… Weiterlesen

Freude ist bunt: „Der Besuch“ von Antje Damm

Freude und auch Freundschaft sind für uns etwas sehr Abstraktes. Wenn man jemanden fragt „Was ist für dich Freude?“, dann könnte man als Antwort möglicherweise Folgendes hören: „Freundschaft ist etwas ganz Besonderes und irgendwie Warmes, eben ein Gefühl von Geborgenheit und Zugehörigkeit wie eine kuschelige Decke im Rücken, die vor Kälte schützt.“ Freude und Freundschaft sind für uns häufig aber irgendwie dann doch nicht so recht verbalisierbar. Und wenn wir über sie sprechen möchten, müssen wir uns (und tun es auch!!) anderer sprachlicher Mittel bedienen. In Bilderbüchern ist das aber nicht immer möglich ohne im Text auf eine metaphorische Ebene auszuweichen. Antje Damm hingegen bedient sich in ihrem Buch unglaublich sensibel einer viel einfacheren Lösung: Weiterlesen

Stricken für Leib und Seele: „Vincent und der verrückte Strickwettbewerb“ von Emily MacKenzie

Kater Vincent hat ein ungewöhnliches Hobby: Er strickt und strickt und strickt… und strickt. Er strickt an den unge-wöhnlichsten Orten und erschafft die ausgefallensten Kreationen. Und weil er für all seine wolligen Kunstwerke einen Abnehmer braucht, packt er seine Freunde nicht in Watte, sondern in Wolle: Für seine Freunde sind die Rüsselwärmer, Ohrenschützer, Westen und Halswärmer der wollige Wahnsinn – sie möchten auf gar keinen Fall mehr darauf verzichten. Als Vincent dann eines Tages den Aufruf zu einem Strickwettbewerb sieht, ist er nicht mehr zu halten: Er MUSS einfach dabei sein. Er strickt und strickt und strickt… und strickt. Aber dann verliert er plötzlich den Faden. Wie soll er jetzt nur gewinnen? Seine Freunde müssen helfen, auch wenn das für sie heißt, erst einmal auf Liebgewonnenes verzichten zu müssen. Beinahe haben sich deswegen schon alle in der Wolle. Doch weil sie zusammenhalten schweben alle schließlich mit Vincent im wahrsten Sinne des Wortes auf Wol(l)ke 7! Weiterlesen