Volle Kraft voraus: „Fiete – Das versunkene Schiff“ von Ahoiii

Fiete, Hinnerk und Hein leben auf einer kleinen Insel. Außer ein paar Schafen, kleinen Häuschen und dem Leuchtturm gibt es dort nicht viel zu sehen. Auf dem Leuchtturm wohnt der alte Seemann Hansen, der immer häufiger die Hilfe der drei Freunde braucht, da er selbst nicht so gut zurecht ist. Fiete, Hinnerk und Hein helfen da natürlich gerne und gehen Hansen beim Einräumen der neuen Vorräte zur Hand. Dabei fällt ihnen ein Schild in die Hände, das früher an Hansens geliebtem – aber leider versunkenem – Schiff Botilda gehangen hat. Als sie merken, wie traurig der alte Hansen über den Untergang ist, beschließen sie kurzerhand, sich auf die Suche nach der Botilda zu machen. Aber dieses Abenteuer auf hoher See wird viel aufregender und kniffliger als gedacht…

„Fiete – das versunkene Schiff“ überzeugt zuallererst durch seine Bilder: Sie sind farbintensiv, aber gleichzeitig ganz schlicht. Trotz der einfachen Gestaltung kommen die Charaktereigenschaften (man sieht zum Beispiel sofort, dass Hein ein wenig zurückhaltender ist als die anderen beiden), die Mimik und die Gestik aller Figuren sehr gut zur Geltung. Besonders die Erzählung vom Untergang der Botilda ist visuell genial in die eigentliche Geschichte eingeflochten.
Das erste Abenteuer von Fiete, Hinnerk und Hein ist eine wunderbar fröhliche Geschichte über drei völlig unbedarfte „Seemänner“, denen man die Rettung der Botilda überhaupt nicht zutraut. Der Leser sieht bei der Auflistung der Vorräte für die Reise vor seinem geistigen Auge schon ein weiteres Schiff sinken. Aber wie sagt man so schön: Wo drei Seemänner sind, da ist auch ein Boot, äh, Weg!

Ahoiii Fiete – Das versunkene Schiff, Boje, 12,99€