Lass die Nacht aus der Kiste: „Wenn die Nacht erwacht“ von Louise Greig

Der Tag neigt sich dem Ende zu und es ist Zeit für Max, vom Spielen hereinzukommen. Bevor er dem Tag zuwinken kann und seine Mutter die Tür schließt, liegt ein Schlüssel in seiner Hand. Als er zu Bett gehen will, entdeckt er zwischen seinem Spielzeug eine kleine Kiste und weiß sofort, wofür dieser Schlüssel ist. Ehe er sich versieht, springt der Deckel der Kiste auf, der Tag schlüpft hinein und die Nacht fließt in Max` Zimmer, schweift durch das Fenster und ergießt sich „wie Tinte in die Welt“. Sie macht alles leise und sanft, umfasst die Bäume und sogar ganze Häuser. Und mittendrin schläft Max in seinem Bett, bis es Zeit wird, die Kiste erneut zu öffnen und einen neuen Tag heraussausen zu lassen…
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Schlaf gut, kleiner Löwe: „Leos wundersame Reise“ von Pamela Zagarenski

Henry und sein Stofftierlöwe Leo sind unzertrennlich. Leo liebt all das, was Henry liebt und umgekehrt. Doch Henrys Familie will ihm nicht so recht glauben, dass Löwe Leo lebendig ist. Eines Tages machen alle gemeinsam einen Ausflug. Henry freut sich schon sehr, Leo den Wald zu zeigen. Am Abend fällt Henry müde, aber glücklich ins Bett. Doch plötzlich ist der Schreck groß: Leo ist weg! Mama und Papa vertrösten Henry damit, dass sie direkt morgen nach Leo suchen. Aber wie soll das gehen? Henry weiß doch ganz genau, dass Leo sich im Wald fürchtet! Dort macht sich Leo derweil mit Hilfe der anderen Waldbewohner auf die Reise… Weiterlesen

Kindermund tut Wahrheit kund: „Luftabong und Popapier“ von Charlotte Habersack

Wenn ihr eines Tages mit dem „Katzenzettel“ in der Hand aus dem Supermarkt kommt, dann solltet ihr eins beachten: Immer schön nach rechts und links schauen, denn auf der „Einbandstraße“ wimmelt es von „Fahhratten“ und „Omibussen“. Falls es da zu einem „Umfall“ kommen sollte, müsstet ihr ganz schnell einen „Abschleckwagen“ organisieren. Puh, also passt besser auf und haltet euch auf dem Nachhauseweg „Rechtsamwald“ für den Fall, dass ihr dem „Raucherdackel“ begegnet! Weiterlesen

Problemchen am Pol: „Paule Pinguin allein am Pol“ von Jory John

Pinguin Paule hat mal wieder keinen guten Tag: Ihm ist kalt, er hat Hunger, er möchte seine Ruhe haben und zu guter letzt ärgert er sich gewaltig, dass Pinguine einfach nicht fliegen können. Niemand kann es ihm recht machen und – noch schlimmer! – niemand interessiert sich für sein Gezeter. Da muss das Walross einschreiten…
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Hinter dem Wald wartet das Ende vom Tellerrand: „Borst vom Forst“ von Yvonne Hergane

Der kleine Frischling Borst aus dem Forst ist nicht wie seine anderen Wildschwein-Geschwister. Er tanzt häufiger mal aus der Reihe und verliert beim Waldspaziergang so manches Mal den Anschluss an seine Familie. Eines Tages stößt er im Wald auf etwas Ungewöhnliches, das er noch nie zuvor im Forst gesehen hat: Es ist eckig und scharf und verströmt einen Hauch von Abenteuer. Es ist ein Schneckenhaus, aus dem ihm eine Stimme zuraunt, dass es unbedingt wieder nach Hause möchte. Dieses Ding ist so anders als Borst, so warm und nicht kalt und so weit statt eng. Für Borst ist ganz klar, dass er die Herkunft dieses Dings unbedingt herausfinden muss. So macht er sich auf den Weg nach „Gegenteil“. Auf seinem Weg erklärt ihm eine Möwe, dass er dazu unbedingt zum Meer gehen muss. Und plötzlich kennt Borst ganz genau sein Ziel: das „Mehr“… Weiterlesen

Geschnatter am Beckenrand: „Schnabbeldiplapp“ von Günther Jakobs

Schwan Henry hat den perfekten Sommertag erwischt: Die Sonne scheint und ein kühler See ist in Sicht. Plötzlich entdeckt er am Ufer eine Ente, der so gar nicht nach Schwimmen zumute ist. Emil hat regelrecht Angst davor ins Wasser zu gehen. Weil er sich partout nicht dazu bringen lässt, es einmal mit dem Schwimmen zu versuchen, fährt Henry mit ihm kurzerhand ins Schwimmbad. Schnabbeldiplapp! Es wäre doch gelacht, wenn man einer Ente nicht das Schwimmen beibringen könnte. Die Umsetzung von Henrys Idee ist dann aber doch um einiges anstrengender als gedacht, aber sie funktioniert… Weiterlesen

Freude ist bunt: „Der Besuch“ von Antje Damm

Freude und auch Freundschaft sind für uns etwas sehr Abstraktes. Wenn man jemanden fragt „Was ist für dich Freude?“, dann könnte man als Antwort möglicherweise Folgendes hören: „Freundschaft ist etwas ganz Besonderes und irgendwie Warmes, eben ein Gefühl von Geborgenheit und Zugehörigkeit wie eine kuschelige Decke im Rücken, die vor Kälte schützt.“ Freude und Freundschaft sind für uns häufig aber irgendwie dann doch nicht so recht verbalisierbar. Und wenn wir über sie sprechen möchten, müssen wir uns (und tun es auch!!) anderer sprachlicher Mittel bedienen. In Bilderbüchern ist das aber nicht immer möglich ohne im Text auf eine metaphorische Ebene auszuweichen. Antje Damm hingegen bedient sich in ihrem Buch unglaublich sensibel einer viel einfacheren Lösung: Weiterlesen

(M)eine Liebeserklärung an das Buch…

„Die fliegenden Bücher des Mister Morris Lessmore“ von William Lessmore

Morris Lessmores Alltag besteht hauptsächlich darin, an seinem Buch zu schreiben. Das Schreiben und Lesen sind sein Leben und Bücher seine besten Freunde, denen er sich tagein und tagaus mitteilen kann. Plötzlich gerät jedoch sein beschauliches und streng geordnetes Leben zwischen den Seiten durcheinander und er muss der wirklichen Welt ins Auge sehen! Eine Dame wird vor seinen Augen von einem Schwarm fliegender Bücher in den Himmel gehoben und hinterlässt ihm ein sprechendes Buch, das ihn in ein geheimnisvolles Haus voller lebendiger Bücher und Geschichten trägt: Sie lassen sich nicht bändigen geschweige denn ordnen. Sie wollen nur eins: gelesen, gepflegt, geliebt und geteilt werden. So vergehen Morris Lessmores Tage, Monate und Jahre Seite an Seite mit dem, was ihn so glücklich macht wie sonst nichts auf der Welt. Dann wiederholt sich die Geschichte… Weiterlesen

Das Kind in sich bewahren: „Die sture Raupe Rieke“ von Karoline Herfurth und Claas Engels

Raupe Rieke mag ihr Leben gern. Sie ist jung und fröhlich und macht den lieben langen Tag genau das, wonach ihr gerade ist. Nur an ihre Verwandlung in einen Schmetterling möchte sie nicht denken. Rieke beneidet daher alle Regentropfen, Kuchenkrümel und Seifenblasen, da alle aus ihrer Sicht immer klein bleiben dürfen. Und obwohl Rieke weiterhin ganz stur eine fröhliche Raupe bleibt, wird die Zeit immer knapper. Was soll sie bis zur Verwandlung tun? Weiterlesen

Da ist der Bär los: „Bären beobachten“ von Michelle Robinson

Ein Kind macht sich auf den Weg in den Wald, um Bären zu beobachten. Ausgerüstet ist es mit dem, was man  zur erfolgreichen Bärenbeobachtung eben so braucht: Mit einem großen Rucksack, einer Tasse, einem Bärenschlüsselanhänger, einer Skimütze, den dazu passenden Fäustlingen und einem Teddy. Aus dem Bären-beobachten-Leitfaden in Form eines Notizbuches, das das Kind dabei hat, weiß es zwar schon, dass es Schwarz- und Braunbären gibt und wie sie aussehen, aber auf die Tatsache, dass echte Bären richtig gefährlich sind, hat es niemand vorbereitet. Und siehe da: Ein echter Schwarzbär lässt nicht lange auf sich warten. Als dann auch noch ein Braunbär des Weges kommt sitzt das Kind in der Falle. Was nun? Wie gut, dass sich im Rucksack jede Menge nützliches Krimskrams befindet!  Weiterlesen