Im Wald rieselt leise der Schnee. Inmitten der winterlichen Ruhe legt sich der alte Fuchs auf eine Lichtung und schläft ganz langsam für immer ein. Nach und nach kommen die Tiere des Waldes herbei und trauern um ihren Gefährten. Der Fuchs hat sie verlassen! Aber ein Leben ohne den Fuchs können sie sich doch gar nicht vorstellen! Die Tiere sind traurig und mit jeder weiteren Schneeflocke scheinen die Herzen der Waldbewohner schwerer zu werden. Sie sitzen zusammen, um in gemeinsamen Erinnerungen an ihren Freund zu schwelgen – und erzählen Stunde um Stunde… Ganz langsam wächst aus ihren schönen Erinnerungen etwas Neues heran, das immer größer wird und schließlich allen ein gemeinsames Zuhause bietet.
Die Letzten werden die Ersten sein: „Beeil dich, kleines Faultier!“ von Tomoko Ohmura
Es ist ziemlich warm ganz oben auf einem großen, wahrscheinlich jahrhundertealten Baum. Was liegt da näher als eine kleine Abkühlung? Das denkt sich auch das Faultier, das ganz oben auf einem der Bäume sitzt. Ganz langsam klettert es verschwitzt aus der Baumkrone und macht dabei seinem Namen alle Ehre: Es geht den Abstieg ganz gemütlich an – es ist ja schließlich auch ein ziiiiiiemlich heißer Tag! Auf dem zugegebenermaßen wirklich langen Weg nach unten begegnet das Faultier auch anderen Tieren. Sie alle sind sofort begeistert von der Idee einer erfrischenden Abkühlung. Alle wundern sich über die Gemütlichkeit des Faultiers, aber es lässt sich nicht beirren und strebt in seinem eigenen Tempo Richtung Wasser. Plötzlich Weiterlesen
Grenzen durchbrechen: „Hier kommt keiner durch!“ von Isabel Minhós Martins
Ein Buch: Eine linke und eine rechte Seite. Die rechte Seite ist leer, auf der linken steht ein Aufpasser, der die Grenze zwischen beiden Seiten bewacht und darauf achtet, dass niemand einen Fuß auf die „verbotene“ Seite setzt. Diesen Auftrag hat er von einem General, der befohlen hat, dass nur er die rechte Seite betreten darf. Der General möchte im Buch seinen großen Auftritt auf der weißen rechten Seite haben und niemand soll ihm diese streitig machen. Stück für Stück füllt sich die linke Seite des Buches mit Neuankömmlingen, die etwas Dringendes auf der anderen Seite erledigen wollen. Doch wer auch immer neu dazu stößt wird direkt vom Aufpasser abgewiesen. Irgendwann löst ein kleiner Ball des Anstoßes einen großen Tumult aus und ganz unerwartet hat plötzlich jemand anderes seinen großen Auftritt… Weiterlesen
Personifizierte Freundschaft: „Das kleine Wir“ von Daniela Kunkel
Emma und Ben sind beste Freunde. Gemeinsam gehen sie durch dick und dünn und teilen Freud und Leid ihres kindlichen Alltags miteinander. Und sie haben Glück: Ihre Freundschaft können sie nicht nur fühlen, sondern auch sehen – sie ist lebendig: Emmas und Bens Wir ist ein grünes flauschiges Wesen, das in ihren Herzen wohnt. Auch andere Menschen haben solch ein Wir in ihrem Alltag, aber bei jedem sieht es ein wenig anders aus. Eines Tages fühlt sich das Wir bei Emma und Ben gar nicht mehr gut: Ihm ist schwindelig, es hat Bauchgrummeln und es droht zwischen Emma und Ben zu verschwinden. Was ist nur passiert? Und was ist zu tun? Weiterlesen
Volle Kraft voraus: „Fiete – Das versunkene Schiff“ von Ahoiii
Fiete, Hinnerk und Hein leben auf einer kleinen Insel. Außer ein paar Schafen, kleinen Häuschen und dem Leuchtturm gibt es dort nicht viel zu sehen. Auf dem Leuchtturm wohnt der alte Seemann Hansen, der immer häufiger die Hilfe der drei Freunde braucht, da er selbst nicht so gut zurecht ist. Fiete, Hinnerk und Hein helfen da natürlich gerne und gehen Hansen beim Einräumen der neuen Vorräte zur Hand. Dabei fällt ihnen ein Schild in die Hände, das früher an Hansens geliebtem – aber leider versunkenem – Schiff Botilda gehangen hat. Als sie merken, wie traurig der alte Hansen über den Untergang ist, beschließen sie kurzerhand, sich auf die Suche nach der Botilda zu machen. Aber dieses Abenteuer auf hoher See wird viel aufregender und kniffliger als gedacht… Weiterlesen
Raus mit der Sprache: „Pfennigfuchser“ von SaBine Büchner
„Pfennigfuchser wirft Perlen vor die Sau!!!“ Diese Schlagzeile liest Zeitungsente Gucki im gelben Blatt und kann es nicht fassen: So eine Schweinerei! Wer will uns denn da auf den Arm nehmen? Gucki will der ungeheuerlichen Tat sofort mit ihren Freunden auf den Grund gehen. Sie machen sich gemeinsam auf die Reise, sind aber zu Beginn noch auf dem Holzweg… Am Ende löst sich dann glücklicherweise das Missverständnis um den Pfennigfuchser auf und die Freunde lernen, dass man nicht immer jedes Wort auf die Goldwaage legen sollte. Weiterlesen
Auf Wol(l)ke 7: „Vincent und der verrückte Strickwettbewerb“ von Emily MacKenzie
Kater Vincent hat ein ungewöhnliches Hobby: Er strickt und strickt und strickt… und strickt. Er strickt an den unge-wöhnlichsten Orten und erschafft die ausgefallensten Kreationen. Und weil er für all seine wolligen Kunstwerke einen Abnehmer braucht, packt er seine Freunde nicht in Watte, sondern in Wolle: Für seine Freunde sind die Rüsselwärmer, Ohrenschützer, Westen und Halswärmer der wollige Wahnsinn – sie möchten auf gar keinen Fall mehr darauf verzichten. Als Vincent dann eines Tages den Aufruf zu einem Strickwettbewerb sieht, ist er nicht mehr zu halten: Er MUSS einfach dabei sein. Er strickt und strickt und strickt… und strickt. Aber dann verliert er plötzlich den Faden. Wie soll er jetzt nur gewinnen? Seine Freunde müssen helfen, auch wenn das für sie heißt, erst einmal auf Liebgewonnenes verzichten zu müssen. Beinahe haben sich deswegen schon alle in der Wolle. Doch weil sie zusammenhalten schweben alle schließlich mit Vincent im wahrsten Sinne des Wortes auf Wol(l)ke 7! Weiterlesen
Teilen, loslassen und Raum-lassen: „Dieser Elch gehört mir“ von Oliver Jeffers
Wilfred hat einen Freund, einen Elch namens Marcel. Wenn es nach Wilfred geht, muss Marcel alles tun, was Wilfred sagt – so gehört es sich seiner Meinung nach nun mal für ein gutes Haustier. Um Wilfred glücklich zu machen, muss Marcel also einige Regeln befolgen. Regel Nr. 7 lautet zum Beispiel: „Da hingehen, wo Wilfred hingehen will.“ Marcel muss aber auch die Regel Nr. 4 „Nicht lärmen, wenn Wilfred seine Lieblingsplatten abspielt.“ befolgen, da Wilfred sonst sehr böse auf ihn wird. Als die beiden eines Tages wie gewöhnlich gemeinsam unterwegs sind, begegnen sie einer älteren Dame, die nach einem Rodrigo ruft. RODRIGO???!!! Wilfred traut seinen Ohren nicht: Sie meint doch wohl nicht etwa MARCEL???!!! Wilfred ist entsetzt, gehört sein Marcel doch ihm ganz allein. Aber ehe er sich versieht trottet der Elch nun der Dame hinterher. Ihm scheint es egal zu sein, wem er folgt. Und auf einen bestimmten Namen hört er auch nicht. Plötzlich im Stich gelassen muss sich Wilfred ganz allein auf den Weg nach Hause machen – und dieser Weg ist ohne seinen „Freund“ Marcel alles andere als leicht! Als Wilfred in Not gerät, passiert aber etwas Wundervolles. Weiterlesen
Vorurteile überwinden: „Der schaurige Schusch“ von Charlotte Habersack
Auf dem Dogglspitz, einem Berg irgendwo im Nirgendwo, leben ein Huhn, ein Hirsch, eine Gans und ein Murmeltier. Auf dem Berg, der höher in den Himmel ragt als jeder andere Berg irgendwo im Nirgendwo, passiert meistens nichts besonders Aufregendes – bis sich eines Tages ein neuer Bewohner ankündigt. Allein der Name (der schaurige Schusch!!!) lässt die Bewohner erschauern. Sie erwarten dessen Ankunft mit Schrecken: Niemand hat den schaurigen Schusch je gesehen und doch haben bereits alle Angst vor ihm und seiner Ankunft. Als der schaurige Schusch dann endlich in sein Haus auf dem Berg einzieht, traut sich niemand, ihn anzusehen geschweige denn zu besuchen – bis auf den fünften Bewohner des Dogglspitz, den Party-Hasen. Er nimmt eines Abends die Einladung des schaurigen Schuschs zu einem ersten Kennenlernen an. Und dann passiert auf dem Berg irgendwo im Nirgendwo etwas Unglaubliches, aber doch eigentlich ganz Natürliches… Weiterlesen
Bücherliebe – Bücherdiebe: „Gesucht! Henri, der Bücherdieb“ von Emily MacKenzie
Es gibt viele Bücherfreunde, richtige Liebhaber und bisweilen sogar auch einige Büchersüchtige auf unserem Planeten! Aber niemand ist so vernarrt in Bücher wie Hase Henri. Er ist ein ziemlich hartnäckiger Fall: Henri ist so versessen auf Bücher, dass er nachts in fremde Häuser einsteigt und Kindern ihre Bücher stiehlt. Opfer von Henris Leidenschaft wird auch der kleine Artur. Er muss eines Morgens mit Schrecken feststellen, dass sein Lieblingsbuch verschwunden ist. Artur will dem Bücherdieb auf die Schliche kommen und legt sich auf die Lauer. Aber Henri ist schneller als Artur. Da hilft nur noch eins: Die Polizei muss dem ungeheuerlichen Bücherdiebstahl ein Ende machen. Und siehe da: Sie kann den Dieb durch eine ungewöhnliche Methode schnappen, auf die auch wirklich nur ein hoffnungslos bücherliebender Hase hereinfallen kann. Ganz unerwartet hat Leidensgenosse Artur dann aber doch Verständnis für Henri und eine Idee, wie er den Langfinger davon überzeugen kann, dass Stehlen keine Zukunft hat… Weiterlesen
