Der Traum vom Fliegen: „Irgendwohin“ von Gus Gordon

Gans George lebt zurückgezogen in einem kleinen Haus. Seine größte Leidenschaft ist das Backen. So ist es kein Wunder, dass er immer wieder Besuch von anderen Vögeln bekommt, die bei einem leckeren Stück Apfelstrudel von ihren Flügen in die weite Welt erzählen. Alle wollen, dass George es ihnen gleichtut – er soll auch einmal „irgendwohin“ fliegen, Hauptsache er sieht mal was von der Welt. Aber George kann nicht weg: Er muss schließlich backen, bügeln und zum Yoga. Doch dann wird ihm im Winter schmerzlich bewusst, dass alle seine Freunde ausgeflogen sind. Ihm bleibt nur noch Bär Pascal, denn der kann schließlich nicht fliegen. Pascal wiederum ist verdutzt, dass George nicht mit in die Wärme geflogen ist. Da vertraut ihm George sein Geheimnis an: Er kann gar nicht fliegen! Pascal beschließt, George zu helfen und bei einer gemütlichen Lesestunde haben beide einen wundervollen Geistesblitz… Weiterlesen

Schlaf gut, kleiner Löwe: „Leos wundersame Reise“ von Pamela Zagarenski

Henry und sein Stofftierlöwe Leo sind unzertrennlich. Leo liebt all das, was Henry liebt und umgekehrt. Doch Henrys Familie will ihm nicht so recht glauben, dass Löwe Leo lebendig ist. Eines Tages machen alle gemeinsam einen Ausflug. Henry freut sich schon sehr, Leo den Wald zu zeigen. Am Abend fällt Henry müde, aber glücklich ins Bett. Doch plötzlich ist der Schreck groß: Leo ist weg! Mama und Papa vertrösten Henry damit, dass sie direkt morgen nach Leo suchen. Aber wie soll das gehen? Henry weiß doch ganz genau, dass Leo sich im Wald fürchtet! Dort macht sich Leo derweil mit Hilfe der anderen Waldbewohner auf die Reise… Weiterlesen

Freude ist bunt: „Der Besuch“ von Antje Damm

Freude und auch Freundschaft sind für uns etwas sehr Abstraktes. Wenn man jemanden fragt „Was ist für dich Freude?“, dann könnte man als Antwort möglicherweise Folgendes hören: „Freundschaft ist etwas ganz Besonderes und irgendwie Warmes, eben ein Gefühl von Geborgenheit und Zugehörigkeit wie eine kuschelige Decke im Rücken, die vor Kälte schützt.“ Freude und Freundschaft sind für uns häufig aber irgendwie dann doch nicht so recht verbalisierbar. Und wenn wir über sie sprechen möchten, müssen wir uns (und tun es auch!!) anderer sprachlicher Mittel bedienen. In Bilderbüchern ist das aber nicht immer möglich ohne im Text auf eine metaphorische Ebene auszuweichen. Antje Damm hingegen bedient sich in ihrem Buch unglaublich sensibel einer viel einfacheren Lösung: Weiterlesen

Personifizierte Freundschaft: „Das kleine Wir“ von Daniela Kunkel

Emma und Ben sind beste Freunde. Gemeinsam gehen sie durch dick und dünn und teilen Freud und Leid ihres kindlichen Alltags miteinander. Und sie haben Glück: Ihre Freundschaft können sie nicht nur fühlen, sondern auch sehen – sie ist lebendig: Emmas und Bens Wir ist ein grünes flauschiges Wesen, das in ihren Herzen wohnt. Auch andere Menschen haben solch ein Wir in ihrem Alltag, aber bei jedem sieht es ein wenig anders aus. Eines Tages fühlt sich das Wir bei Emma und Ben gar nicht mehr gut: Ihm ist schwindelig, es hat Bauchgrummeln und es droht zwischen Emma und Ben zu verschwinden. Was ist nur passiert? Und was ist zu tun? Weiterlesen

Volle Kraft voraus: „Fiete – Das versunkene Schiff“ von Ahoiii

Fiete, Hinnerk und Hein leben auf einer kleinen Insel. Außer ein paar Schafen, kleinen Häuschen und dem Leuchtturm gibt es dort nicht viel zu sehen. Auf dem Leuchtturm wohnt der alte Seemann Hansen, der immer häufiger die Hilfe der drei Freunde braucht, da er selbst nicht so gut zurecht ist. Fiete, Hinnerk und Hein helfen da natürlich gerne und gehen Hansen beim Einräumen der neuen Vorräte zur Hand. Dabei fällt ihnen ein Schild in die Hände, das früher an Hansens geliebtem – aber leider versunkenem – Schiff Botilda gehangen hat. Als sie merken, wie traurig der alte Hansen über den Untergang ist, beschließen sie kurzerhand, sich auf die Suche nach der Botilda zu machen. Aber dieses Abenteuer auf hoher See wird viel aufregender und kniffliger als gedacht… Weiterlesen

Teilen, loslassen und Raum-lassen: „Dieser Elch gehört mir“ von Oliver Jeffers

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© NordSüd

Wilfred hat einen Freund, einen Elch namens Marcel. Wenn es nach Wilfred geht, muss Marcel alles tun, was Wilfred sagt – so gehört es sich seiner Meinung nach nun mal für ein gutes Haustier. Um Wilfred glücklich zu machen, muss Marcel also einige Regeln befolgen. Regel Nr. 7 lautet zum Beispiel: „Da hingehen, wo Wilfred hingehen will.“ Marcel muss aber auch die Regel Nr. 4 „Nicht lärmen, wenn Wilfred seine Lieblingsplatten abspielt.“ befolgen, da Wilfred sonst sehr böse auf ihn wird. Als die beiden eines Tages wie gewöhnlich gemeinsam unterwegs sind, begegnen sie einer älteren Dame, die nach einem Rodrigo ruft. RODRIGO???!!! Wilfred traut seinen Ohren nicht: Sie meint doch wohl nicht etwa MARCEL???!!! Wilfred ist entsetzt, gehört sein Marcel doch ihm ganz allein. Aber ehe er sich versieht trottet der Elch nun der Dame hinterher. Ihm scheint es egal zu sein, wem er folgt. Und auf einen bestimmten Namen hört er auch nicht. Plötzlich im Stich gelassen muss sich Wilfred ganz allein auf den Weg nach Hause machen – und dieser Weg ist ohne seinen „Freund“ Marcel alles andere als leicht! Als Wilfred in Not gerät, passiert aber etwas Wundervolles. Weiterlesen

Zum Dahinschmelzen: „Das Schneemannkind“ von Jörg Hilbert

Schneemannkind Flocke hat einen Traum: Einmal den Frühling kennenlernen. Hilfe bekommt er dabei von Braunbärenfreund Schoko, einem Eiskäufer, der wiederum den Winter gar nicht mag. Schoko lässt sich allerhand Außergewöhnliches einfallen, um Flocke über den Winter zu bringen. Auch im Ernstfall ist er an Flockes Seite und verhindert das Schlimmste… Weiterlesen